Komet (The Year of our War) von Steph Swainston
admin 18. May 2010
Dieses Buch ist eine hervorragende Mischung aus Fantasy, griechischer Mythologie und Drogenroman, der Liebhaber dieser Sparte voll auf seine Kosten kommen lässt. Hier erfährt man, was dabei raus kommt, wenn die Technologie im 20. Jahrhundert in eine Fantasy-Welt umgewandelt wird, etwas griechische Mythologie hinein bringt und das Ganze mit Teilen eines Drogenromans vermischt. Der Roman „Komet“ wurde von der englischen Autorin Steph Swainston geschrieben. Sie hat damit einen Fantasy-Roman verfasst, der in keine Schublade passt und allen bisherigen Klischees widerspricht. In diesem Buch wird man vergebens gute Mächte in Form von weißen Magiern suchen, die gegen die dunklen Mächte des Universums kämpft. Hier herrscht eine raue Welt und Götter kämpfen um die Macht.
Der Name des Titels ist sogleich auch die zentrale Figur des Romans, Komet, der die Rolle eines gefallenen Hermes mimt. Komet ist ein unsterbliches Wesen, der den Göttern wohlgesonnen ist und als Bote dient. Im Störfeuer der Kriege und Schlachten muss er ihre egozentrischen Intrigen mit ansehen. Um all diese Erlebnisse verkraften zu können, taucht Komet wieder und wieder in die Welt der Drogen ein. Mit Kat versetzt er sich regelmäßig in eine andere Welt und merkt dabei nicht, wie tief er bereits in der Abhängigkeit sitzt.
Während des Rausches trifft er unter anderem auf Personen, die in der realen Welt bereits verstorben sind. Er begegnet einem Transvestit und dem ehemaligen König. Für Leser, die an Fantasy-Geschichten reges Interesse zeigen, dürfte das Buch ein unbedingtes Must Have sein. Swainston überschreitet Grenzen, und das nicht nur im Hinblick auf das Genre Fantasy, sondern auch auf den Wortschatz bezogen. Vulgäre Ausdrucksweisen sind hier an der Tagesordnung.


